Umweltverschmutzung: Ist recycelbare PSA die Lösung?

. Im heutigen Beitrag beschäftigen wir uns mit einem aktuellen Thema: Dem Vorschlag Großbritanniens und insbesondere des NHS (des nationalen Gesundheitssystems), recycelbare PSA (Persönliche Schutzausrüstung) einzuführen, um die Umweltverschmutzung zu reduzieren.

Geschrieben Dienstag, von Emanuele Mortarotti

Herzlich Willkommen auf dem Blog von Dispotech. Im heutigen Beitrag beschäftigen wir uns mit einem aktuellen Thema: Dem Vorschlag Großbritanniens und insbesondere des NHS (des nationalen Gesundheitssystems), recycelbare PSA (Persönliche Schutzausrüstung) einzuführen, um die Umweltverschmutzung zu reduzieren. Ein Presseartikel, der auf bbc.com, der Website der BBC, veröffentlicht wurde, hilft uns dabei, mehr darüber zu erfahren.

 

Jeden Monat werden weltweit rund 129 Milliarden Einwegmasken verwendet (und dann weggeworfen). Dabei braucht die Umwelt etwa 450 Jahre, um nur eine Maske abzubauen.

Dies beweisen einige Studien, die uns zum Nachdenken über die - in einer Zeit der Pandemie noch dringendere als je zuvor - Notwendigkeit, PSA umweltfreundlich zu entsorgen. In der Quelle werden Zahlen allein für das Vereinigte Königreich genannt, die sich auf 55 Millionen Masken pro Tag belaufen.

Die walisische Regierung hat sich das ehrgeizige Ziel gesetzt, bis 2050 keinen Abfall mehr zu produzieren. In dem BBC-Artikel wird ein Recyclingexperte interviewt, der vorschlägt, dass der NHS, der nationale Gesundheitsdienst des Vereinigten Königreichs, mit dem Recycling von PSA beginnen sollte. Der Experte ist Mat Rapson, CEO der in Cardiff ansässigen Thermal Compaction Group (TCG), die unter anderem Krankenhausabfälle verwertet, um neue Masken zu produzieren, die bis zu 65 % aus recyceltem Material bestehen.

Im Vereinigten Königreich werden die 19 Milliarden Masken, die pro Jahr verwendet werden, entweder verbrannt (wobei Kohlenstoffemissionen entstehen, die die globale Erwärmung verursachen) oder auf Deponien entsorgt. Rapson erkennt darin ein großes Problem für die Umwelt, weshalb er und sein Unternehmen mit sieben britischen Krankenhäusern zusammenarbeiten, die thermische Heizgeräte zum Schmelzen von PSA verwenden. Die TCG recycelt Einwegmasken, -kittel und -vorhänge bei 300 °C, wobei alle Krankheitserreger sterilisiert werden, und recycelt jeden Monat 300.000 defekte Masken, wodurch eine umweltschädliche Entsorgung vermieden wird. Das Unternehmen verarbeitet das Material dann zu 1-Meter-Blöcken aus 99,6 % Polypropylen (das entspricht 10.000 Masken). Polypropylen ist ein Material, das zur Herstellung von Kunststoffstühlen, Eimern und Werkzeugkästen verwendet werden kann.

Eine Maske braucht etwa 450 Jahre, um sich zu zersetzen, was schwerwiegende Folgen für die Umwelt hat. Laut Rapson ist es notwendig, PSA, die nicht unbedingt Einwegartikel sind, wiederzuverwenden und zu recyceln, damit sie eine längere Lebensdauer haben.

 

Linda Ball, CEO von Upcycled Plastics, spricht darüber, wie das Unternehmen, Masken aus Kunststoff herstellt, der aus dem Meer wiedergewonnen wurde. Der NHS ist laut Ball derzeit der größte Verbraucher von Einweg-PSA im Vereinigten Königreich und sollte deshalb Verantwortung übernehmen und seinen ökologischen Fußabdruck durch die Wahl von recycelten Produkten reduzieren. Ball sieht in Kunststoffen das größte Problem der Medizinindustrie, ebenfalls belaste die Verschiffung von Waren aus China die Umwelt erheblich.

Das Recycling einer MNS-Maske ist jedoch schwierig, da sie aus mehreren Teilen besteht, die nicht alle aus dem gleichen Kunststoff gefertigt sind. Leider sind gesonderte Recyclingverfahren immer noch unüblich und schwer durchführbar, aber im Moment scheinen sie wirklich die einzige Lösung des Problems zu sein.

 

„Die Grundprämisse der Kreislaufwirtschaft besteht darin, alle Produkte so lange wie möglich im Kreislauf zu halten“, meint Professor Gary Walpole von der Universität Swansea. Walpole weist darauf hin, dass der enorme Energieverbrauch bei der Herstellung von Kunststoffen ein Interesse daran weckt, diese immer wieder zu verwenden und gleichzeitig Rohstoffe zu sparen. Weniger Produktion bedeutet auch weniger Kohlenstoffemissionen. Doch trotz der Dringlichkeit des Problems sei laut Walpole sehr schwierig, Privatpersonen von diesem Ansatz zu überzeugen.

 

Was halten Sie vom Vorschlag des NHS, recycelbare MNS-Masken einzuführen, um die Umwelt zu entlasten? Nehmen Sie Kontakt mit dem Team von Dispotech auf und teilen Sie Ihre Meinung mit uns.

Emanuele Mortarotti
Autor Emanuele Mortarotti

Manager

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